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Integrative
Körpertherapie
Cornelia Wehrse
Heilpraktikerin

 

SE Traumatherapie


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Somatic Experiencing (SE) Traumatherapie


Sehr geehrte Interessenten und Patienten,

bitte beachten Sie, dass ich diese Informationen im Rahmen meines körpertherapeutischen Behandlungsansatzes einbringe. Mein Angebot richtet sich v.a. an Menschen, die körperlich traumatische Ereignisse erlebt haben, die sie nicht verarbeiten konnten.
Es kann auslösende Ereignisse geben, die eher der Hilfe eines berufenen Psychotherapeuten oder Neurologen bedürfen, als einer Traumabehandlung im Rahmen einer Körpertherapie.
Bitte beachten Sie dies beim Durchlesen dieser Seite. Um weitere Informationen zu behandelnden Therapeuten zu erfahren, lesen Sie gerne auch unter www.somatic-experiencing.de nach.
 

Was ist Somatic Experiencing (SE)?


SE ist eine Körper-orientierte Therapieform, die auf behutsame Weise die Verarbeitung von Trauma  unterstützt und begleitet. Dabei berücksichtigt SE vor allem die körperlichen Reaktionen, die beim Erleben einer (lebens-)bedrohlichen oder überwältigenden Situation ablaufen. Die Einwirkungen von Ereignissen wie Unfällen, Stürzen, Operationen, Gewalt, Missbrauch, Naturkatastrophen, Verlust eines nahen Menschen u.a. rufen in unserem Nervensystem Abwehr- und Schutzreaktionen hervor, die oft aus verschiedenen Gründen in der entsprechenden Situation nicht, oder nur unvollständig umgesetzt werden können.

Der Begründer von SE, Peter Levine, forschte und beobachtete lange, wie Tiere auf lebensbedrohliche Situationen reagieren und die hier mobilisierte Überlebens-Energie umsetzen und abbauen.
Obgleich wild lebende Tiere nach dem Jäger-Beute-Schema immer wieder in lebensbedrohliche Situationen geraten, werden sie nicht nachhaltig traumatisiert, weil sie über angelegte Mechanismen zum Abbau der Stress-Energie im Nervensystem verfügen.

Der Mensch verfügt zwar auch über diese instinktiven Schutz-, Abwehr- und Entladungsmechanismen, diese werden aber durch die übergeordneten, rationalen Gehirnanteile häufig gehemmt.
So kann es passieren, dass die ausgelöste Überlebensenergie nicht, nur teilweise oder mit zeitlicher Verzögerung abgebaut wird und im Nervensystem zu einer erhöhten Aktivierung oder Starre führt.

Demnach ist für die Verarbeitung von Trauma und Schock vor allem die körperliche Reaktion auf das ursächliche Ereignis entscheidend, da das Nervensystem an diesem Punkt gewissermaßen noch keinen Abschluss gefunden hat.

SE legt großer Fokus auf Ressourcen, positiven Lebensaspekten die jeder Einzelne individuell für sich entdecken und erarbeiten kann. In diesen Bereichen finden wir die Kraft und den Rückhalt, um uns an die hier wirkenden Kräfte anzunähern und die im Trauma gebundenen Energien behutsam aufzulösen, sodass diese uns wieder frei zur Verfügung stehen.  

Was ist Trauma?


Trauma entsteht, wenn wir Dinge erleben oder beobachten, die uns deutlich überfordern und wir keine Möglichkeit finden, adäquat darauf zu reagieren. Ereignisse, die "zu schnell, zu heftig und zu viel" sind, rufen in unserem Nervensystem entsprechende Schutz- und Abwehrreaktionen hervor. Diese Reaktionen dienen der Selbsterhaltung und dem Schutz.

Werden diese Reflexe und Mechanismen durch die Intensität und/oder das Tempo des Ereignisses überwältigt, bleiben diese Informationen in unserem Nervensystem erhalten und aktiv.

Das Traumatische liegt demnach in den Auswirkungen, die ein Ereignis auf unser Nervensystem hat und denen wir nicht mit unseren angelegten, lebenswichtigen Reaktionsmöglichkeiten (Orientierung, Kampf/Verteidigung, Flucht und Freeze/Todstellreflex) begegnen können.

Dadurch kann eine dauerhafte oder immer wiederkehrende Aktivierung im Nervensystem auftreten und unsere Selbstregulation beeinträchtigen. Besonders bei Ereignissen, die früh oder sehr heftig waren, kann es zu einer Bahnung im Nervensystem kommen, die später bei ähnlichen, überfordernden Situationen durch sogn. Schlüsselreize (gleiches oder ähnliches Detail wie spezieller Geruch, Geräusch, Ort, visuelle Wahrnehmung, innerer Gefühlszustand oder angesprochenes Körperteil etc.) wieder aufgerufen wird und uns gewissermaßen "unfrei" in unseren Reaktionen macht. Das Nervensystem greift auf eine Bahnung zurück, die in einer früheren, ähnlichen Situation angelegt wurde und reagiert nach dem gleichen Muster.


Wie kann sich Trauma äußern?


Dies kann auch zu körperlichen und psychischen Symptomen führen, die für die Betroffenen häufig verwirrend oder beunruhigend sein können, weil sie eine  Eigendynamik entwickeln, die oft nicht nachvollziehbar oder unangemessen scheint.
Der nicht abgeschlossene Ablauf von Orientierung (Erkennen und Orten der Gefahr), Kampf, Flucht und Immobilitäts-Reaktion wird häufig wieder abgerufen, wenn wir einen Schlüsselreiz erleben.
Oft kann es auch zu unwillkürlichen Erinnerungen ("flash-back") und Gefühls-zuständen von "damals" kommen, die ohne erkennbaren Grund und oft auch mit erheblicher Zeitverzögerung auftreten.

Mögliche Symptome:

vegetative Reaktionen:
Übererregbarkeit, Überaktivität, Schlafstörungen, Starre, Migräne und
Burn-Out (...)

psychisch:
flash-backs (plötzliche Erinnerung von Fragmenten), Depressionen,
Ängste und Phobien, Panik, Jähzorn, Ohnmacht, Gefühl innerer Entfremdung und Bindungsunfähigkeit(...)

körperlich: 
Nacken- und Rückenprobleme, extremer Muskelhartspann, nicht heilende Verletzungen (nach OP Eingriff), Gefühl von körperlicher Fragmentierung oder Abspaltung von betroffenen Körperteilen, Erschöpfung, chronische Schmerzen, Probleme mit Immunsystem oder Endokrinum(...)


Ein Trauma ist im Nervensystem gebunden. Durch einschneidende Ereignisse hat es seine volle Flexibilität verloren. Wir müssen ihm deshalb helfen, wieder zu seiner ganzen Spannbreite und Kraft zurück zu finden.
 
Dr. Peter A. Levine